Ich liebe Tiere und ich fotografiere gern

Da es irgendwann nicht mehr besonders interessant ist, sein Haustier zu fotografieren, aber die finanziellen und zeitlichen Mittel fehlen, exotische Tiere in ihrer Heimat zu besuchen, eignen sich Zoobesuche besonders zur Pirsch auf tierische Motive.

Da der Zoo in Köln für mich gut erreichbar ist, habe ich mir eine Jahreskarte besorgt und verbringe regelmäßig ganze Tage dort. Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit, die Tiere gut kennen zu lernen und entsprechend festzuhalten. Ein zusätzlicher Lerneffekt über das Verhalten der Tiere bleibt nicht aus.

Auf dieser Seite möchte ich einerseits zeigen, wie ich im Verlauf der Jahreszeiten die Tiere beobachtet und fotografisch festgehalten habe, andererseits auch meine Sicht über die Tierhaltung im Zoo darstellen.

Über Zoos

Früher dienten Zoos ausschließlich der Zurschaustellung von exotischen Tieren, die man nie in der Natur sehen konnte. Raubkatzen,Affen, Elefanten und Giraffen wurden in ihrer Heimat gefangen, bis hierher transportiert, um sie zur Belustigung der Leute in Käfige zu sperren. Dort vegetierten sie den Rest ihres Lebens dahin.

Erfreulich ist die Entwicklung, die die meisten Zoos in der Zeit durchmachen: Die Zoos stehen in der Regel unter wissenschaftlicher Leitung von erfahrenen Verhaltensforschern, die alles dran tun, den Tieren eine naturnahe Umgebung zu schaffen. Es werden aufwändige Algen für Raubkatzen gebaut mit Grasboden, Wasserstellen, Klettermöglichkeiten und Ruheplätzen außerhalb des Publikumsbereichs. Käfige mit Betonboden werden nach und nach abgeschafft zugunsten von Freigehege, in den die Tiere in Abstand vom Publikum ihr Leben führen können. Beschäftigungsprogramme sorgen dafür, dass die Tieren nicht vor Langeweile apathisch werden, Herdentiere wie Affen werden in größeren Gruppen gehalten.

Eine wichtige Aufgabe von Zoos ist der Artenschutz durch Züchtungen. Zoos sorgen dafür, dass für uns so wertvolle Tierarten wie z.B. die Menschenaffen erhalten bleiben. Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang Utans sind fast ausgestorben. Dabei stehen sie uns Menschen am nächsten.

Außerdem erfüllt ein Zoo eine wichtige Lernaufgabe, besonders für Kinder. Sie können unbefangen die Tiere beobachten und auch lernen, Respekt vor Tieren zu bekommen.

Die pauschale Verurteilung, dass Zoos lediglich dazu dienen, Tiere aufgrund unseres Vergnügens einzusperren, teile ich nicht. Schließlich sperren wir auch unsere Hunde, Hauskatzen teilweise in Wohngen, Wellensittiche in Käfige

Ich habe teilweise sehr lebhafte und ausgeglichene Tiere beobachten können, die liebevoll von erfahrenen Pflegern betreut und wie Haustiere "verwöhnt" werden. Sie werden artgerecht in Gruppen gehalten, haben Spiel- und Kampfkameraden wie im richtigen Leben auch. Ihre Gehege betrachten sie als ihre Heimat. Sie fühlen sich geborgen und vor Feinden geschützt. Ausgeglichene Tiere bei Leben zuzuschauen, macht mir einen Riesenspass - und vielen anderen Leuten auch.

Über das Fotografieren im Zoo

Für gute Bilder im Zoo braucht man 2 Dinge: Zeit und Geduld. Gerade durch die moderne Gehegehaltung kann es vorkommen, dass sich die Tiere stundenlang in die Schlafhöhle zurückziehen, also nicht zu sehen sind. Eine sehr große Hilfe ist ein wenig Wissen über die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Tiere. Während die meisten Affenarten unseren Tag- Nachtrhythmus haben, sind Raubkatzen in der Regel nachtaktiv. Am Tag sieht man sie (besonders Löwen) dösen und schlafen, während sie nachmittags langsam munter werden. Die schönsten Bilder von Raubkatzen habe ich am späten Nachmittag gemacht. Während die Menschenaffen morgens und nachmittags am muntersten sind.

Man sollte sich einen ganzen Tag im Zoo Zeit nehmen und verschiedene Gehege mehrmals in größeren Abständen aufsuchen.

Gute Motive bekommt man immer bei den Fütterungen, wenn die Tiere ihre ureigensten Verhaltensweisen entfalten und man das soziale Verhalten sehr gut beobachten kann.

Empfehlenswert für das Fotografieren im Zoo ist eine Kamera mit einem guten Teleobjektiv, da die Gehege oft sehr weitläufig sind und das Verhalten der Tiere um so natürlicher ist, je weiter und ungestörter sie vom Menschen entfernt sind.

Genug Filme bzw. Speicherkarten bei Digitalkameras sind ganz wichtig. Der Ausschuss ist enorm. Ein Tier schaut nicht auf Zuruf oder dreht sich gerade in dem Moment weg, wenn man auslöst.

Sprechen Sie andere Fotografen an, um wertvolle Motivtipps zu bekommen. Oder besuchen Sie das Forum auf dieser Seite.

Und vor allem: Die Liebe und der Respekt zu Tieren ist absolute Voraussetzung.

Meine Fotoausrüstung

Canon EOS 300D

Objektive:

Canon 3.5-5.6 /28-135 mm IS USM

Canon 3.5-5.6 / 70-300 mm IS USM

Sigma 2.8 / 105 mm Macro

Blitzgerät Sigma DG 500 Super